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Smombie. Wahrscheinlich gibt es kein besseres Wort, um das Mediennutzungsverhalten der Menschen heute zu beschreiben – zumindest, wenn wir einmal “die Jugend” betrachten. Ein “Smombie” (das Jugendwort des Langenscheidt-Verlags aus dem Jahr 2015) ist ein Smartphone-Zombie, oder anders: Ein Mensch, der so auf sein Smartphone fixiert ist, dass er von der Welt um ihn herum rein gar nichts mehr mitbekommt.

Trifft das nur auf Jugendliche zu? Mitnichten. Durch den ungebrochenen Smartphone-Boom und deren “Dauernutzung” hat sich letztlich die Mediennutzung insgesamt auf das kleine Gerät in der Hosentasche verlagert: Surfen, E-Mails, chatten, einkaufen oder an der Börse handeln – nichts, das nicht 24/7 und an jedem Ort von Smartphone-Nutzern erledigt wird. Und mit dem Anstieg der Nutzung steigen auch die Erwartungen: Eine Webseite muss funktionieren. Auch und gerade am Handy. Wo liegen die Herausforderungen für Druckbetriebe heute?

Die Webseite – mehr als ein Aushängeschild für Druckereien

Das Surfen am Smartphone bringt natürlich eine Besonderheit mit sich. Nicht nur Google honoriert in seinen Suchergebnissen sogenannte “responsive Webseiten”, also Webseiten, die optimiert für das Betrachten an kleinen Handy- und Tablet-Displays sind. Aus eigener Erfahrung dürfte jeder Handynutzer wissen, wie schwierig es ist, am kleinen Display nicht-optimierte Webseiten zu betrachten – vom Navigieren oder dem Ausfüllen eines Kontaktformulars einmal ganz zu schweigen.

Für Druckbetriebe ist es daher umso wichtiger, ihren Kunden und Interessenten das Surfen (also das Finden von Informationen) so einfach wie möglich zu machen und eine responsive Darstellung Ihrer Webseite zur Verfügung zu stellen.

Die Kommunikation muss 24/7 möglich sein

Wer sein Smartphone ständig bei sich führt, möchte ebenso jederzeit Kontakt zu einem Anbieter aufnehmen können. Das heisst nicht, dass eine Firma der Öffentlichkeit auch rund um die Uhr zur Verfügung stehen muss, jedoch sollte die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich gestaltet werden.

Auf der Webseite kann dies ein Kontaktformular sein, vielleicht die Einladung zu einem Chat oder das Vereinbaren eines Rückrufs. Alle Möglichkeiten sollten eine möglichst niedrige Hürde für den Benutzer darstellen und nur die Informationen abfragen, die für den Kontakt zwingend nötig sind.

Wo möchte Ihr Kunde mit einer Druckerei Kontakt aufnehmen?

Facebook, Twitter, Xing & Co: Um mit einer Firma oder einer Privatperson Kontakt aufzunehmen, ist der Blick ins Telefonbuch längst nicht mehr die erste Wahl: Kaum ein Unternehmen, das heute nicht in den Sozialen Medien vertreten ist. Zurecht, denn sie dienen der Kommunikation untereinander – nur verlagert auf den öffentlichen Bereich.

Und “jeder” ist dort vertreten – das bedeutet im Umkehrschluss, dass Facebook eine enorme Suchmaschine ist, bei der die Benutzer vom Handy nach Kontaktmöglichkeiten und Informationen zu Druckbetrieben suchen. Ein enormes Potential auch für das lokale Marketing einer Druckerei und daher ein Fehler, wer auf den jeweils wichtigen Portalen seiner Kunden nicht aufzufinden ist.

Fazit

Druckbetriebe haben die Chance, rund um die Uhr in der Nähe ihrer Kunden seien zu können, um mit ihnen an verschiedenen Stellen zu kommunizieren – und auch Aufträge entgegenzunehmen. Eine smartphone-optimierte Webseite, ein vom Handy zu bedienender Online-Printshop und eine eigene Facebook-Seite bzw. Präsenz in B2B-Portalen sollte heute für jede Druckerei “normal” sein.

Die rund 46 Millionen “Smombies” in Deutschland erwarten das jedenfalls.