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Druckereien können ihren Kunden oft Leistungen anbieten, die weit über das normale Druckprodukt hinausgehen – und diese Leistungen bringen einen enormen Mehrwert. Das Stichwort lautet “Lösungen”. Lösungen wofür eigentlich? Wenn der Druckerei-Kunde doch eigentlich nur einen Flyer drucken lassen möchte?

Ihr Kunde hat sich dafür entschieden, einen Flyer drucken zu lassen – doch dies tut er gedanklich ja nicht im luftleeren Raum. Er wird sich also etwas dabei gedacht haben. Womöglich möchte er auf eine Neueröffnung aufmerksam machen und die angedachten Flyer in der Fußgängerzone verteilen lassen. Vielleicht möchte er aber auch seine Laufkundschaft auf ein Sonderangebot hinweisen.

Kurzum: Es geht ihm weniger um den Flyer an sich, als darum, sein Ziel zu erreichen. Und wenn Sie dieses Ziel kennen, können Sie ihn umso besser beraten.

Wo bei Ihrem Kunden eigentlich der Schuh drückt

Alle Produkte, die Sie augenscheinlich als Beiwerk von Ihnen produziert werden, werden nicht um ihrer selbst willen gebraucht: Plakate, Visitenkarten, Broschüren braucht niemand, nur um sie grundlos aufzuhängen, zu verteilen, zu verschicken. Jeder Ihrer Geschäftskunden verfolgt ein Ziel damit – und sieht Ihre Produkte als Teil seiner Lösung.

Und genau an dieser Stelle können Sie ansetzen: Denn aus Ihrer langjährigen Erfahrung mit Printprodukten wissen Sie mitunter besser, wie eine Print-Kampagne aufgebaut sein sollte – während Ihr Kunde nur die Produkte bestellt, die er selber schon kennt. Fragen Sie ihn daher unbedingt, für welchen Zweck er die Produkte anfordert. Mitunter können Sie ihm alternative Lösungen anbieten, die ihm deutlich mehr nutzen. Ein Beispiel:

Der neue Kinderwagen-Store eröffnet in der Stadt

Ihr Kunde eröffnet sein Geschäft für Kinderwagen, Autokindersitze und weiteres Zubehör in einer Kleinstadt. Er möchte daher 2 Studentinnen damit beauftragen, in der Fußgängerzone Flyer zu verteilen.

Er erhofft sich damit, dass die Fußgänger sein neues Geschäft aufsuchen, um das Sortiment kennenzulernen. Mit Eröffnungs-Rabatten sollen auch Zweifler in den Laden “gezogen” werden.

Sicherlich müssen noch weitere Faktoren zur Beurteilung der Werbekampagne zur Eröffnung berücksichtigt werden – und doch können Sie, wenn Sie den Zweck der Kampagne kennen, wertvolle Tipps und Hinweise geben.

Am Beispiel des Kinderwagen-Stores könnte die Flyer-Verteilung gelinde gesagt “zur falschen Zeit am falschen Ort” passieren. Besser könnte es ein, im Rahmen eines “Baby-Flohmarktes” Werbung zu verteilen, da diese dann einfach besser zur Zielgruppe passt.

Überdies kann es sich lohnen, gezielt auch über den Postweg seine Zielgruppe anzusprechen. Da Ihr Geschäftskunde weiß (oder wissen sollte), wer seine Zielgruppe ist, können Sie über soziodemografische Daten, z.B. Alter, Kaufkraft oder Familienstruktur, Postsendungen verschicken, um so eine möglichst hohe Treffergenauigkeit der Zielgruppe zu erhalten: “Berufstätig, Einkommen ab 2500 EUR, 1 Kind” – usw.

Natürlich ist es dann Ihre Aufgabe, einen ansprechenden Postbrief (und ggf. eine zielgruppengerechte Broschüre) zu gestalten und z.B. via Verteilerlisten an die Adressen zu verschicken.

Fazit

Die im Beispiel genannte Idee erfordert natürlich weitere Fragen, um eine sinnvolle und erfolgversprechende Kampagne daraus zu entwickeln. Und doch können Sie durch genau diese Gedanken Ihren Kunden davon begeistern, dass Sie nicht “nur” der einfache Drucker sind, sondern über strategische Gedanken und präzise Kampagnen das Problem Ihrer Kunden lösen können – und ihm dabei helfen, seine eigentlichen Ziele zu erreichen.